Die Ausstellung der Friedensbibliothek / Antikriegsmuseum Berlin führt mitten hinein in die letzten Kriegsjahre und die ersten Schritte danach:
Bilder von zerstörten Städten, Flüchtlingstrecks und fanatischer Durchhaltepropaganda stehen neben Momenten des Aufbruchs – Enttrümmern, Überleben, Neubeginn.
Dazwischen: Gesichter von Menschen, die Widerstand leisteten oder sich verweigerten – darunter Carl Lampert, über den ein Theaterstück am Landestheater inszeniert wurde. Bekannte und unbekannte Namen, deren Entscheidungen bis heute nachwirken.
Zur Vernissage spricht Prof. Dr. Wolfgang Weber. Er spannt den Bogen von Untergang und Neubeginn, von Anpassung und Aufbegehren, und stellt die Frage nach der Bedeutung von Erinnerung für unsere Gegenwart.
Zudem spricht er über den neuesten Band der Schriftenreihe des Archivs der Diözese Feldkirch, dessen Mitautor er ist. Ausgehend von „Festung Vorarlberg“, das der ehemalige KZ-Häftling und Priester Georg Schelling kurz nach Kriegsende verfasste, wird 80 Jahre später Entstehung und Wirkung dieses frühen Zeitdokuments neu beleuchtet.
Eine Ausstellung, die erschüttert, aufrüttelt und zum Weiterdenken einlädt.
Elisabeth Heidinger, Carl Lampert Forum